Schwimmender Estrich

Schwimmende Estriche werden auf einer durchgängigen Trittschall- oder Wärmedämmung verlegt. Wie es die Bezeichnung dieses Estrichsystems bereits

sagt, „schwimmt“ dieser Estrich in gewisser Weise auf dem Untergrund.
Dadurch können Bewegungen des Estrichbodens, z.B. durch Schwinden oder Temperaturschwankungen, ausgeglichen werden.

Aus diesem Grund muss der
Estrichboden von allen aufsteigenden Bauteilen (Wänden, Treppen, Pfeilern
etc.) mit einem Randstreifen getrennt werden.

Darüber hinaus sollte bei einem schwimmenden Estrich unterhalb der Dämmschicht eine weitere Abdichtung (nach DIN 18195, Teil 5 erfolgen, um die Konstruktion gegen aufsteigende
Feuchtigkeit aus dem Untergrund zu schützen.

Schwimmende Estriche können, je nach Einsatzgebiet, in unterschiedlicher
Ausführung verarbeitet werden.
Schwimmender Estrich mit Zement als Bindemittel (CT-C25-F4)

Dieses Estrichsystem ist die kostengünstige Lösung zur Herstellung eines
Estrichs, auf dem anschließend ein Bodenbelag verlegt wird.

Im Vergleich zu anderen Estrichsystemen besteht allerdings eine höhere Verformungsneigung  während der Abbindezeit.

Es können nur vergleichsweise kleine Flächen verlegt werden.

Bei großflächigen Räumen ist dieses System deshalb nicht unbedingt
zu empfehlen, da viele Dehnungsfugen erforderlich sind.

Dieser Estrichboden ist innerhalb von 3 Tagen begehbar; eine uneingeschränkte Nutzung ist nach 28
Tagen gewährleistet.

Schwimmender Estrich mit Calciumsulfat als Bindemittel (Anhydridestrich) /
konventionelle Verarbeitung (CA-C25-F4) und Verarbeitung im Fließverfahren
(CAF-C25-F4)

Dieses Estrichsystem (Anhydridestrich), ist verformungsstabil und deshalb insbesondere für die Verlegung größerer Flächen ohne Dehnungsfugen geeignet.

Dieses Estrichsystem kann sowohl konventionell als auch im Fließverfahren eingebaut werden.

Schwimmender Estrich als Schnellzementestrich (CT-C25-F4)

Hierbei handelt es sich um einen Schnellzementestrich, der sich schon dem Namen nach immer dann empfiehlt, wenn es schnell gehen muss.

Das ist insbesondere bei der Erneuerung von vorhandenen, beschädigten Fußböden ein entscheidender Vorteil.

Der Boden ist bereits 48 Stunden nach dem Einbau verlegereif und kann sowohl als fertiger Endbelag (mit oder ohne Versiegelung)
oder als Unterlagsestrich für eine Beschichtung oder einen Bodenbelag verwendet werden.