Heizestrich

Schwimmender Estrich als Heizestrich
Im privaten Wohnungsbau sowie in verschiedenen Bereichen des gewerblichen, industriellen und öffentlichen Objektbaus werden in zunehmendem Maße Fußbodenheizungen eingesetzt.

Für die Rohrsysteme und elektrischen Heizmatten, die hierzu in den Estrichboden integriert werden, sind unterschiedliche Estrichstärken zu berücksichtigen.

Darüber hinaus muss der Estrich mit Randstreifen von allen aufsteigenden Bauteilen (Wänden, Treppen, Pfeilern etc.) getrennt werden, damit der schwimmende Estrich sich bewegen kann.

Für die Herstellung von Heizestrichböden können unterschiedliche Estrichsysteme mit unterschiedlichen Eigenschaften eingesetzt werden.

Heizestrich mit Zement als Bindemittel (CT-C25-F4)
Dieses Estrichsystem ist die kostengünstige Lösung zur Herstellung eines Bodens mit integrierter Fußbodenheizung, auf dem anschließend ein Bodenbelag verlegt wird.

Im Vergleich zu anderen Estrichsystemen besteht allerdings eine höhere Verformungsneigung während der Abbinde Zeit.

Es können nur vergleichsweise kleine Flächen verlegt werden. Bei großflächigen Räumen ist dieses System deshalb nicht unbedingt zu empfehlen, da viele Dehnungsfugen erforderlich sind.

Dieser Estrichboden ist innerhalb von 3 Tagen begehbar; eine uneingeschränkte Nutzung ist nach 28 Tagen gewährleistet.

Dieser Estrichboden kann nach 21 Tagen aufgeheizt werden.

Heizestrich mit Calciumsulfat als Bindemittel (Anhydridestrich) /
konventionelle Verarbeitung (CA-C25-F4) und Verarbeitung im Fließverfahren (CAF-C25-F4)
Hierbei handelt es sich um ein verformungsstabiles Estrichsystem (Anhydridestrich), das sich insbesondere für die Verlegung größerer Flächen ohne Dehnungsfugen eignet.

Dieses Estrichsystem kann sowohl konventionell als auch im Fließverfahren eingebaut werden.

Dieser Estrichboden kann nach 7 Tagen aufgeheizt werden.